L'amusegueule

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Die Hängematte

Letzten Samstag hat nun endlich unsere (von uns befürchtete und von anderen viel erwartete) Einweihungsfeier stattgefunden...
Es sei hier schon einmal vorausgenommen, dass wir uns, sowohl bei der Organisation als auch im Nachhinein, ein wenig in die Haare gekommen sind, die Wohngemeinschaft aber doch nicht aufgelöst wurde :-D

Alles ist gut gelaufen. Gegen 19h kamen die erste Gäste (die, die ihre Kinder dabei hatten und gegen 21h alle wieder weg waren) und gegen 6h früh war ich im Bett... unsere Mitbewohner gegen 8h30/9h morgens... Unsere Nachbarn haben wirklich eine Engelsgeduld bewiesen, vor allem was die zwei Stunden Technomusik morgens früh zwischen 5h30 und 8h angeht. Ein Freund von mir, der auch da war, hat schon an mehreren Partys hier in dem Haus teilgenommen, als es noch die vorherigen Mieter waren. Er erzählte uns, dass die sogar noch mehr Leute einluden und fast wöchentlich einen Anlass zum Feiern hatten... Was man sich vielleicht noch besser vorstellen kann, wenn man weiss, dass kein Nachbar gekommen ist, um sich zu beschweren. Die halten unsere WG wahrscheinlich für eine Art Altenheim, bei dem, was sie bisher mitgemacht haben :-D

Von den 120 eingeladenen Gästen kamen letztendlich 60, was sehr gut war, selbst wenn ich es bedauert habe bei einigen Freunden, die nicht einmal abgesagt haben... Ich bin ja ncht nachtragend, aber das werde ich mir merken und sollten wir irgendwann noch einmal eine Party organisieren (seeeeeeeeeehr unwahrscheinlich !), dann stehen deren Namen ganz sicher nicht mehr auf der Gästeliste !
So, und nach dem ganzen Blablabla, hier noch einige Fotos...
Zwei der Fotos habe ich erst gestern gemacht... vom Garten, vom Kopf von Saïan, dem weissen Boxer, der unserem Mitbewohner gehört und (und und und)... von der Hängematte, die uns unsere Freunde zur Einweihungsparty geschenkt haben und die bereits meine Körperform angenommen hat. Eigentlich wollten wir ja letzten Mittwoch auf Urlaub fahren, haben aber im letzten Augenblick alles abgeblasen, weil wir uns entschlossen haben, uns ein Auto zu kaufen, dass nicht anhält, wenn es will, sondern wenn wir es wollen (hoff !). Ausserdem haben wir ja den Garten und warten seit Januar darauf, mal endlich so richtig davon zu profitieren... Also habe ich die Hängematte am Mittwoch aufgestellt und fast den ganzen Tag darin verbracht, dabei geschmökert.... am Donnerstag dann noch einmal... Heute hat sie mal Ruhepause weil meine Freundin Kat zum Brunch gekommen ist und wir uns jetzt gleich aufmachen nach Autos zu gucken....

J-4

Noch vier Tage bis zu unserer Einweihungsparty, die uns mehr oder weniger aufgezwungen wurde und die seither ein fast unerschöpfliches Gesprächsthema bei uns im Haus ist... Ich frage mich schon fast, wovon wir reden werden, wenn die erstmal vorbei ist... vielleicht von unserer Aufräumaktion in den Tagen danach... oder von unserem baldigen Umzug ???? Wer weiss ?
Das Datum steht ja nun schon seit einiger Zeit fest, aber wir haben erst vor zwei Wochen eine richtig gründliche Mitbewohner-Sitzung gemacht, um die Festlichkeiten zu planen... Das ging mit den Gästelisten los. Yoyo und ich haben eine erste Liste vorglegt, die bereits 90 Namen umfasste und in der sowohl unsere gemeinsamen Freunde (mit unseren Mitbewohnern), als auch unsere eigenen Freunde waren. Davon angestachelt, haben Mail und Cécile dann eine mit ihren Freunden vorgelegt mit nochmal 50 Namen... und während sie ihre machten, kamen bei uns nochmal ein Haufen Leute dazu. Am Ende waren es ungefähr 180 potentielle Gäste, was zumindest bei einigen von uns heftiges Herzkaspern verursachte...

Wir haben also heftig in den Listen eliminiert und kamen am Ende auf 110/120 Leute in der Hoffnung auf die rund 20-30% üblichen Absagen. Eine kurze Nachfrage bei einem Freund, der hier in dem Haus schon an Parties teilgenommen hat, ergab, dass 80-100 Gäste für das Haus möglich wären, 180 aber sicher in den Lokalnachrichten gelandet wären....
Diese Auskunft hat mich dazu veranlasst, das Ganze etwas weniger schwarz zu sehen und seit gestern freue ich mich schon fast darauf... In meinem Bekanntenkreis gibt es einige Absagen oder Leute, die nicht lange bleiben können und nur mal kurz vorbeischauen. Yoyo hat seine Einladungen noch garnicht verschickt, oder wenn, dann erst heute, was sicher auch noch zu Absagen führt. Mail und Cécile haben ihre Einladungen erst am letzten Wochenende verschickt und scheinen auch einige Absagen zu haben... Dazu muss ich sagen, dass deren Freunde eher unter die Kategorie "24h Partypeople" zu rangieren sind und ich absolut keine Lust habe, bis 9h früh den Wachhund zu schieben. Als positiv muss ich hier auch noch erwähnen, dass ihre Freunde schon eine grosse Party am Vortag haben und entweder garnicht kommen, oder (hoff), wenn sie kommen, vielleicht schon etwas weniger in Form sind ! Es ist also alles noch offen, ich habe aber erst einmal meine gute Laune wiedergefunden und das ist ja schon mal eine gute Basis, um eine Fete steigen zu lassen.

Bis dahin arbeite ich noch ein bisschen, bis Freitag genauer gesagt... Danach habe ich zwei Wochen Urlaub. Nach unserer Aufräumaktion, die sich höchstwahrscheinlich bis in den Montag ziehen wird, fahren Yoyo und ich normalerweise in den Süden (so er es denn schafft, seinen Freunden dort Bescheid zu geben), Richtung Biarritz, Nahe der spanischen Grenze. Da freue ich mich schon so richtig drauf. Ich war noch nie in dieser Gegend und wenn alles gut geht, dürften wir dort auf schönes Wetter treffen... Ich hoffe, dass ich vom Meer profitieren kann, um zu baden, aber da bin ich vielleicht doch etwas zu übermütig... aber wie meine Mutter schon immer sagte : "So schnell haut das einen kernigen Germanen nicht um".

Ich hoffe, dass ich am Sonntag oder Montag noch genug Motivation habe, um von der Einweihungsparty zu berichten (von den Gesellschaftsspielen, die wir gespielt haben, weil zu wenig Leute da waren... hahahaha...) und dann geht's auf in die Ferien... und jetzt erst einmal runter in den Garten, wo normalweise heute abend gegrillt wird : auf den Fleecepullover fertig, los !

Keine Ausdauer

Ich kriege aber auch nichts richtig hin... ich schaffe es nicht einmal, mich ein Jahr von meinem Blog fernzuhalten... hahahaha... mein letzter Post stammt vom 9. Oktober 2008... wann war das nochmal ???
In der Zwischenzeit ist ganz schön viel passiert... aber eine neue Arbeit habe ich immernoch nicht :-D
Umgezogen bin ich... sozusagen ins Ausland, und trotzdem noch in Angers. Superwoman !!!!!!! Angers ist von einem Fluss geteilt, der Maine (obwohl viele glauben, dass es die Loire wäre... knapp daneben ist halt auch vorbei !). Auf der einen Seite befindet sich das Stadtzentrum, wo ich bis jetzt immer gelebt habe... und seit Januar wohne ich nun in der Doutre, einem Viertel, das sich auf der anderen Seite des Flusses befindet... im Ausland halt :-D
Ich war ja letztes Jahr ziemlich mit Wohnungssuche beschäftigt und hatte schon mächtig die Nase voll... kaum Mietangebote und alles entweder miserabel oder sauteuer. Irgendwann Ende November haben Yoyo und ich ein Haus in der Doutre gesehen, so ein richtig schönes bürgerliches riesiges französisches Haus... und nur der Neugier wegen hat Yoyo mal bei der Agentur vorbeigeschaut : 1150 eur Miete, 6 Zimmer... Naja, ein Traum halt...
Kurz danach waren wir dann auf einer Party in einer Bar und haben mit einem brefreundeten Paar über Wohnungssuche geredet und gaaaaaaaaaaaaanz zufällig sind wir auf das Haus in der Doutre zu sprechen gekommen, das uns allen ins Auge gefallen war. Und da sind wir auf die Idee gekommen, zu gucken, ob sich das Haus für eine WG eignen würde.... Bingo ! Die Beschreibung bei der Agentur sah ungefähr so aus :
Erdgeschoss : 1 Raum, Küche, WC
1. Etage : 3 Räume, Bad/WC
2. Etage : 3 Räume, Küche, Bad/WC
Und sonst noch : Dachgeschoss und kleiner Garten mit Laube...
Drei Tage später hatten wir einen Besichtigungstermin... und da die Agentur ganz schön Druck gemacht hat (angeblich hatten wir Konkurrenz) haben wir am Tag danach zugesagt... circa eine Woche später den Mietvertrag unterschrieben und einen Monat später sind wir eingezogen : Zwei Paare, zwei Hunde und zwei Katzen (die sich nicht ausstehen können)... Ich habe das jetzt alles sehr kurz gefasst und eigentlich wäre noch viel mehr im Detail zu erzählen, aber ich will mich ja nicht nach 7 Monaten Abwesenheit gleich unausstehlich machen...
Alles läuft gut, jeder hat seine Wohnung (das war für uns ausschlaggebend bei der Zusage) und wir warten ungeduldig auf den Sommer, um den Garten / die Terasse nutzen zu können. Wir selbst fühlen uns eher wie Nachbarn, aber unsere gemeinsamen Freunde sehen uns eher als Mitbewohner, was zu (nachträglich) lustigen Sachen führt... alle scheinen auf zwei Sachen zu warten : auf die Einweihungsparty und darauf, dass wir uns in die Haare kriegen... ich habe auf keine von den beiden Lust, aber die Einweihungsparty scheint jetzt doch auf den 16. Mai festgelegt zu sein.. naja, mal sehen, vielleicht fahre ich doch noch in Urlaub... hahahaha...
Eine von den lustigen Sachen, die uns wiederfahren ist, muss ich jetzt aber noch loswerden... Ich sage es hier noch einmal, ich fand das nur nachträglich lustig, als es passiert ist, war mir überhaupt nicht zum Lachen zumute :
Anfang März war hier in Angers eine grosse Party mit Konzerten und Dj's zur Einweihung des neuen Parc Expo mit grosser Konzerthalle... So ziemlich alle unsere Freunde waren da, big Party halt... Yoyo und ich sind relativ früh wieder nach Hause (veni, vedi, vici !), gegen 2h30 sassen wir vorm Fernseher und relaxten... Um 4h früh kommt ein Anruf auf mein Handy und ich dumme Kuh (!!!!) geh ran, da ich dachte, dass meine Freundin ein Problem hatte... Das nächste Mal geht der AB dran ! Sie rief nämlich nur an, um mich zu fragen, ob ich ihnen aufmachen könnte, da unsere Mitbewohner Benoît und Cécile zu einem After eingeladen hatten, sicher aber erst nach ihr ankommen würden... nach ihr und ALL DEN ANDEREN, die auch kommen sollten... Ich dumme Kuh (siehe oben) sage ja und als es dann eine halbe Stunde später (!!!!!) geklingelt hat, bin ich tatsächlich nach unten gedackelt, um aufzumachen... 6 Leute zum Beginn, ziemlich in Form, und damit im krassen Gegensatz zu mir... Also habe ich sie in die Stube ins Erdgeschoss gelassen, ein bisschen aufgeräumt und vorsichtig nachgefragt, wo denn Benoit und Cécile wären... Keine Ahnung... Bei dreien von den sechs frage ich mich, ob sie überhaupt wussten, wer Ben und Cécile sind... (es waren eher Bekannte von Yoyo und mir)... 10 Minuten später klingelt es wieder : die Freundin, die mich angerufen hatte mit einer anderen Freundin... dazwischen die Hunde und die Katze von Ben und Cécile, die gerne mal geguckt hätten, was so draussen passiert und mit denen ich jonglierte während ich versuchte, die Tür zuzumachen und zu erfahren, wann denn Ben und Cécile endlich kommen würden... Auch sie hatten keine Ahnung...
Hop, ab mit ihnen in die Stube zu den anderen, und dann die Treppe rauf, um mein Handy zu nehmen und meine Mitbewohner anzurufen... Cécile habe ich garnicht erreicht und Benoit war offensichtlich betrunken irgendwo in Angers in einem Bus, der ihn zum Bahnhof bringen sollte... aber ansonsten wusste er nicht wo er war, und schon garnicht, wo die anderen waren... und auch nicht, wo Cécile war....
Und da klingelte es wieder... ich mache die Tür auf und habe erstmal tief Luft holen müssen, bestimmt 15 Leute, von denen ich zwei Personen nicht kannte und sicher war, dass Ben und Cécile noch mehr von ihnen nicht kannten... Woraufhin ich mein Veto eingelegt habe und der Party ein abruptes Ende gesetzt habe... Glücklicherweise hat sich einer von unseren Freunden bereit erklärt, den After zu sich nach Hause zu verlegen und somit war der Abgang schnell und glimpflich... Ouf... Meine Mitbewohner sind respektiv 15 Minuten (mit 10 Freunden) und 1h später eingetroffen und ich habe seitdem den Spitznamen "deutscher Schäferhund", weil ich mein Territorium verteidigt habe !
Aber abgesehen von solchen Überraschungen läuft alles gut, jeder hat seinen eigenen Wohnraum und wir fühlen uns so pudelwohl, dass wir kaum noch aus dem Haus gehen... dazu kommt noch, dass wir ab und zu ein Gläschen zum Apéritif mit Benoît und Cécile nehmen und das ein bisschen so ist, als ob wir zu Freunden eingeladen wären... nur dass der Heimweg leichter ist :-D
Beim nächsten Mal schreibe ich ja dann vielleicht, wie es bei der Einweihungsparty zugegangen ist (ist ja schon in einem Monat)... wenn ich hingehe... hahahahaha !!!!

Auf Arbeitssuche...

Ha, denkt ihr jetzt... Eine Weltwirtschaftskrise steht vor der Tür, oder sogar schon im Flur, und die Olle macht sich jetzt gerade auf Arbeitssuche. Dann wünscht ihr mir Glück und hakt mich schon als nächsten Harz IV (oder auf französisch Massif Central IV) Empfänger ab... Wo ich schon seit Jahren davon rede, meinen Job zu wechseln, hätte ich wirklich keinen ungünstigeren Augenblick aussuchen können... so ungefähr denkt ihr euch das so... oder ?
Nun ja, ich bin vielleicht blond, aber so doof nun auch wieder nicht. Und eigentlich bin auch garnicht so richtig auf Arbeitssuche, da ich immernoch im Chabada arbeite... aber eine Bewerbung habe ich doch gerade am Laufen...
Meine Freundin Emily, die hier in Angers bei einem Booker arbeitet geht ins Ausland und ich habe mich für ihre Stelle beworben, um mich bei diesem Booker, um die ausländischen Gruppen zu kümmern. Dreissig Bewerbungen sind wohl schon eingegangen, Bwerbungsschluss ist der 15. Oktober und der Job beginnt am 1. November... und nicht nur ich bin in Panik...

Als ich meine Bewerbung abgeschickt habe, habe ich meine Kollegin, oder direkte Vorgesetzte, davon wissen lassen und letzten Montag habe ich auch meinem Chef bescheid gesagt (dem, den ich gerne mag... Ich habe ja hier zwei Chefs). Woraufhin mich übrigens meine Kollegin gefragt hat, ob ich mich erleichtert fühle. Dabei macht das für mich kaum einen Unterschied. Die Einzige, die wohl wirklich erleichtert ist, ist meine Kollegin, da sie jetzt hofft, einen Gesprächspartner gefunden zu haben, mit dem sie einen eventuellen Fortgang meinerseits besprechen kann.
Das Lustige an der Sache, obwohl ich darüber eigentlich garnicht so lachen kann, ist, dass ich seit Wochen, Monaten, ja eigentlich Jahren darauf warte, dass sie endlich Texte für die Internetseiten des Chabada schreibt... und sie das endlich macht. Die neue Version unserer Internetseiten sollte eigentlich Ende Juni, dann Anfang Juli, Anfang September und dann Ende September ins Netz gehen. Da aber meine Kollegen allesamt Wichtigeres zu tun hatten (einige haben dann doch das Ultimatum eingehalten), ist sie immernoch nicht fertig. Und jetzt habe ich das Gefühl, dass meine Kollegin geradeso das Sausen bekommt und seit einer Woche ist sie von Morgens bis Abends dabei, Artikel für die Internetseiten zu schreiben (heuh, zu aktualisieren, da ich die meisten Artikel schon vorgeschrieben habe). Und ich bin dabei, die dadurch entstehenden Bugs zu korrigieren oder den Code anzupassen, damit auch alles gut sichtbar und logisch ist....
Normalerweise ist die neue Version dieses Wochenende dann auch im Netz, wie ich das bei der letzten Teamversammlung angedroht habe... jaja, wirklich gedroht habe ich. Während der ganzen Zeit habe ich nämlich simultan die alten und neuen Internetseiten gefüttert. Und da jetzt das neue Programm (das heisst die neuen Konzerte) bald rauskommt, wäre da wieder ein Haufen Arbeit auf mich zugekommen, wofür ich weder Zeit noch Lust hatte. Ich bin mir schon bewusst, dass ich mit der neuen Version noch schlaflose Nächte und geraufte Haare riskiere, aber wenn ich wirklich am 1. November einen neuen Job antrete, dann muss das jetzt sein, sonst wären sechs Monate Arbeit an diesen Internetseiten für die Katz... Ich sag für die Katz' weil mich Milou gerade ganz vorwurfsvoll anschaut, mit einem Blick in dem geschrieben steht "Rück das Futter raus oder ich hau dir einen über". Zum Glück brüllt sie nicht so laut wie ein Kind das machen würde....

Zwischen Wirtschaftskrise und neuem Job bin ich wirklich gerade ziemlich unruhig... Ich würde gerne, dass zumindest einer von den beiden nicht (zustande) kommt...
Kann sich ausser mir hier noch jemand daran erinnern, dass wir damals im VWL-Kurs das Thema Weltwirtschaftskrise besprochen haben und uns die Professorin damals gesagt hat, dass dank der heutigen Kontrollen so etwas nie wieder passieren würde ???

Keene Lust auf jarnichts !

So, nicht, dass ihr jetzt denkt, dass ich euch seit circa einem Monat aus Zeitmangel vernachlässigt habe. Nee, nichts da. Pure Faulheit und "zu-nichts-Lust-haben" war der Grund... ist es eigentlich auch immernoch, aber mit irgendwem muss ich ja mein Leid teilen !

Ich sehe gerade, dass ich euch ja doch schon von dem Wasserschaden erzählt habe. Dann werdet ihr euch jetzt sicher besonders mit mir freuen, wenn ich euch erzähle, dass
1. ... immernoch kein Klempner da war. Der Schaden sich allerdings mittlerweile selbst irgendwie, zumindest zeitweise, geregelt hat und wir einfach nur beim leisesten Tröpfeln Alarm geben...
2. ... mein Auto immernoch bei der Reparatur ist und der Mechaniker das Problem nicht findet, da mein Auto wieder fährt und einfach nicht mehr Panne machen will. Natürlich könnte ich es jetzt einfach wieder gegen den Ersatzwagen austauschen, aber wie ich diese Zicke (das Auto ist im französischen weiblich) kenne, würde ich bei der ersten Benutzung gleich wieder an irgendeiner unangenehmen Stelle liegenbleiben. Und genau deswegen bin ich auf so einen Tausch so überhaupt nicht scharf.

Sommermonat August (durchschnittlich 20°C würde ich mal wage schätzen) und nach zwei Pannen, musste da ja noch etwas kommen. Natürlich. Meine Freundin Emily hat es tatsächlich gewagt, mich auf ein langes Wochenende in die Mitte Frankreichs (im Berry für die, die nachschlagen möchten) mitzunehmen. Wo ich doch das Pech gerade so anzog.
Wir sind dort zu ihren Eltern gefahren und haben dann noch zwei Tage im Sommerhaus ihrer Freundin Unterkunft gefunden. Ein richtiges Mädelswochenende mit Kartenspielen, Nähen (nein, ich nicht, habt ihr das jetzt wirklich von mir gedacht ?), Nagellackiererei (ja, ich auch), Lesen, Spazierengehen und Essen, Essen, Fressen... So es denn klappt, hier einige Fotos, vom Spazierengehen (schade, nicht ? Ich bin sicher, dass ihr mich gerne mit meinen roten Prostituiertenfingernägeln gesehen hättet !).


Emily (links) und Elise (rechts)



So tief im Zentrum Frankreichs bin ich ja noch nie gewesen, ganz im Gegenteil von den Einwohnern Englands und der Niederlande, die haben nämlich alle ein Haus dort. Das war wirklich beeindruckend. Frankreich wird vom Ausland aufgekauft und als wir am Samstag unsere Einkäufe fürs Wochenende erledigten, war Englisch sozusagen Amtssprache in dem Supermarkt, wo wir waren.
Die Gegend, wo Emilys Eltern ihr Sommerhaus haben, sieht dem Harz sehr ähnlich : hügelig bis bergig mit kleinen Flüsschen und Wäldern. So etwas fehlt mir hier in Angers ganz furchtbar. Aber leider hatten wir keine Gelegenheit, uns diese Gegend genauer anzuschauen, da wir am nächsten Tag zu Elise weitergefahren sind. Sie wohnt nur ungefähr 50 km weiter, aber ausser den Engländern und den Niederländern, die wir dort auch angetroffen haben, erinnerte fast garnichts mehr an die Landschaft, die wir am Vortag gesehen haben. Bei Elise gab es viele Felder, Bauernhöfe und gaaaaaaanz kleine Miniorte. Ich weiss, kleine Miniorte ist doppelt-gemoppelt, aber wenn nur 5 Häuser in einem Ort stehen, ist es das wert. Ich habe mich wie in diesen alten Filmen gefühlt, wo Inzestgeschichten bei Dorfbewohnern erzählt werden, irgendwie in eine ganz andere Zeit zurückversetzt und wenn man dann ins Haus kommt und einen Kühlschrank sieht, kommt einem das schon mächtig komisch vor. In dem Dorf... heuh... naja Dorf, wo wir untergekommen sind, gab es ein richtiges Bauernhaus, mit einer Familie, die vom Inzest sicher nicht nur gehört hat, wenn ihr versteht, was ich meine. Ausserdem eine französische Familie aus der Gegend, zwei Ferienhäuser von Familien aus Paris, zwei Häusern in denen Engländer wohnten und das Haus der Familie von Elise. Zudem gab es unzählige Hunde, oft angekettet oder in Zwingern (die Armen).

Alles lief bestens, bis mich dann meine Pechsträhne auf der Rückreise traf !
Elise war so nett, uns bis nach Vierzon mitzunehmen, wo wir dann den Zug nach Angers nehmen wollten. Wir hatten lange gezögert, mit ihr im Auto mitzukommen, statt bis nach Vierzon mit dem Zug zu fahren. Die Geschichten über ihre Autopannen, ihr hinkendes Vermögen Distanzen einzuschätzen und die Tatsache, dass sie fast auf Reserve war, vermischt mit meiner eigenen Pechsträhne hatten zur Wirkung, dass ich bei der ganzen Fahrt etwas verspannt war. Als wir dann überpünktlich vor dem Bahnhof von Vierzon standen, ging es mir dann bei Weitem besser... aber noch waren wir ja nicht im Zug. Hop, noch schnell einen Kaffee getrunken und ab in die Bahnhofshalle... und da hättet ihr mein Gesicht sehen sollen. Ich schwöre, dass ich davon kein Foto habe und selbst wenn, würde ich es hier sicher nicht posten... Da stand tatsächlich an der Anzeigentafel, dass unser Zug eine wahrscheinliche (!!!!!!) Verspätung von anderthalb Stunden (!!!!!!!) haben würde. In Vierzon (!!!!!!). Ich werde euch das jetzt mal auf Deutsch übersetzen : Ihr kommt in Naumburg (Saale) an, um euren Anschlusszug nach Halberstadt zu nehmen, der Bahnhof liegt weit ausserhalb des Stadtzentrums (insofern man bei einer 30.000 Einwohnerstadt von weit reden kann) und man sagt euch, dass euer Zug VIELLEICHT anderthalb Stunden Verspätung haben wird.
Zum Glück habe ich bei all dem Pech ein Minimum an Reaktionsfähigkeit und Intelligenz (ja, die auch !) gewahrt und ziemlich schnell gesehen, dass es einen Zug nach Tours gab und Tours ist relativ gut mit Angers verbunden. Und während Emily noch grübelte, ob es besser wäre, die anderthalb Stunden in V-I-E-R-Z-O-N (!!!!!) zu warten oder doch mit Elise weiter nach Orléans zu fahren, um den ersten Zug am nächsten Morgen nach Angers zu nehmen, sass ich schon fast im Zug nach Tours.
Zum Glück hat dann auch alles gut geklappt und als wir dann, ungefähr eine Stunde später als ursprünglich geplant, den Boden Angers's unter unseren Füssen hatten, stand der Zug, den wir eigentlich hätten nehmen sollen immernoch an der Anzeigentafel mit einer wahrscheinlichen Verspätung von anderthalb Stunden (obwohl bereits zwei-drei Stunden vergangen waren).

Ja, und dann hat auch meine letzte Ferienwoche begonnen, die ich damit verbracht habe, meine Freunde zu sehen, ins Schwimmbad zu gehen (bei 23°C !) und meine "Diät" anzufangen. Da ich so verschunzte Ferien hatte, habe ich meine Zeit damit verbracht, gut und viel und oft zu essen, so dass meine Waage letztendlich nicht mehr mein Freund war und ich vor allem darum bangen musste, aus Kleidermangel in Müllsäcken herumzulaufen. Ich nehme hier jetzt schon mal voraus, dass es ganz gut klappt und ich endlich wieder ohne Cola und Desserts auskomme. Letztes Wochenende hat mein Schatz Twix mit nach Hause gebracht und sie unverschämterweise das ganze Wochenende auf dem Küchentisch herumliegen lassen. Aber ich habe der Versuchung widerstanden. Nur in einem Traum habe ich den Twix gegessen und bin dann mit einem unendlich schlechten Gewissen aufgewacht, dass solange geblieben ist, bis ich nachgeprüft hatte, dass das Paket Twix immernoch vollständig auf dem Tisch lag !

Am letzten Ferienwochenende bin ich noch mit meinen Freunden ins benachbarte Nantes gefahren, um zu Shoppen... Naja, ehrlich gesagt, um zu Gucken und um meine Freundin Sharmila neu einzukleiden. Der haben wir doch zu ihrem Geburtstag ein Relooking geschenkt und nachdem wir ordentlich in ihrem Kleiderschrank Platz gemacht haben, mussten ein paar (neue) Basics gekauft werden...
Hier ein paar Fotos, so es denn klappt, und dann höre ich auf. Ich schwöre ! Meinen Arbeitsbeginn erzähle ich dann in einem nächsten Post. Der aufmerksame Leser wird mehr oder weniger schon wissen, was dann kommt, wenn ich sage, dass wir genau dort wieder aufnehmen, wo wir vor den Ferien aufgehört haben... aber jetzt nicht mehr, später !


Wir haben die Jacken tatsächlich gekauft, aber nicht ohne....


... vorher genau zu überlegen, ob man sie auch wirklich braucht und was man alles schon im Kleiderschrank hat und ob die neue Jacke wirklich dazupassen würde.


Selbst mit 30 ist man noch ein grosses Kind...

Suse, leider fehlt hier noch ein Foto. Ich hoffe, es beim nächsten Mal zu haben, das wird dich freuen... Nein... pscchhhh... ich sage hier nichts, du wirst schon sehen !